Nachhaltigkeit

Dass die beispiellose Wohlstands- und Wachstumsmaschinerie, die die wettbewerbliche Marktdynamik losgetreten hat, nicht nur »sozial« problematisch ist, da sie, auf sich allein gestellt, gravierende Ungerechtigkeiten produziert und zur Ökonomisierung der Lebensverhältnisse beiträgt, sondern auch unsere natürlichen Lebensgrundlagen gefährdet und zerstört, wissen wir spätestens seit bahnbrechenden Bericht »Die Grenzen des Wachstums« aus dem Jahre 1972. 

Die ökologische Frage wird seit dem Bericht der Brundtland-Kommission aus dem Jahre 1987 unter dem Stichwort »Nachhaltigkeit« thematisiert. »Nachhaltigkeit« ist in der Folge zu einem Zauberwort geworden. Das Konzept wurde nicht nur um eine »soziale« und »ökonomische« Dimension angereichert  (und soll also dem eigenen Anspruch nach alle denkbaren ethischen Wertdimensionen abdecken können), sondern wartet, jedenfalls in der bei weitem gebräuchlisten Bedeutung des Begriffs, auch mit der harmonistischen Suggestion einer Art Business Case im Kleinen wie im Großen auf. Letzteres gilt vor allem für zahlreiche Versionen eines sog. »Green New Deal«.

Das MeM ist skeptisch gegenüber diesen harmonistischen Suggestionen.

 


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